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Der originale Sächsitramzug Be 2/2 1019 + B2 629
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Motorwagen Be 2/2 1019 |
Anhängewagen B 629 |
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Baujahr |
1929 |
1929 |
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Erbauer mech./elektr. Teil |
SWS / MFO |
SWS |
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Motorleistung |
2 Motoren zu 59 kW |
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Länge über Kupplung |
9.60 m |
9.60 m |
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Achsstand |
2.60 m |
2.60 m |
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Leergewicht |
14.90 t |
6.20 t |
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Sitzplätze/Stehplätze |
20/25 |
20 / 28 |
Zur Geschichte dieses nostalgischen Tramzugs:
Gegen Ende der Zwanzigerjahre schien in Zürich die Zeit noch nicht reif für vierachsige Drehgestellwagen, und so wurden noch weitere Zweiachser beschafft. Zu den 24 Motorwagen Ce 2/2 1-24 (später Be 2/2 1001 – 1024) der Städtischen Strassenbahn Zürich kamen die vier nahezu baugleichen Triebwagen Ce 2/2 25 – 28 der damals noch privaten Strassenbahngesellschaft Zürich-Oerlikon-Seebach dazu. Passende Anhängewagen existierten zwar schon, wurden in sehr ähnlicher Ausführung jedoch auch noch dazubeschafft.
Die erwähnten Motorwagen waren mit zwei längs eingebauten Fahrmotoren angetrieben, die aufgrund der hohen Drehzahl stark untersetzt werden mussten. Die hohen Motordrehzahlen brachten den Wagen daher auch den Übernamen «Schnelläufer» ein.
Als letztgebaute Zweiachser kam den Fahrzeugen die Ehre zuteil, den Zweiachserbetrieb in Zürich im Jahr 1972 abzuschliessen. Rein vom Alter der Fahrzeuge her hätten diese schon früher ausrangiert werden müssen, eine Besonderheit des zürcherischen Strassenbahnnetzes machte sie aber bis in die Siebzigerjahre unentbehrlich. Die Linie 6, die damals nur bis zur Kirche Fluntern führte (die Strecke zum Zoo wurde durch die Linie 5 bedient), verfügte an ihrer Endstation über keine Wendeschleife, sondern nur über einen einfachen Gleiswechsel. Somit waren nur die als Solofahrzeuge verkehrenden Zweiachser auf der Linie 6 einsatzfähig, da sie als sogenannte Zweirichtungsfahrzeuge gebaut wurden und somit an beiden Wagenenden einen Führerstand hatten. Die seit Mitte der Vierzigerjahre in ihrem äusseren Aussehen leicht modernisierten Fahrzeuge (am augenfälligsten davon sind das Silberlöwenlogo sowie die ganz nach unten geführte, gerade Verblechung) bekamen dann gemäss ihrem Einsatzgebiet die Bezeichnung «Sächsitram». Der alte Sechser, oder eben das «Sächsitram» wurde gleichsam zum Inbegriff aller nostalgischen Tramfahrzeuge in Zürich. Auch heute noch, nach 29 Jahren Ruhestand, ist das alte Sächsitram noch in den Erinnerungen verankert.
Der Motorwagen 1019 wurde 1928 in Schlieren gebaut und an die Städtische Strassenbahn Zürich geliefert. Als er 1972 entbehrlich wurde, verdiente er sein weiteres Gnadenbrot bei der Westschweizer Privatbahn Martigny-Châtelard als Manöver- und Dienstfahrzeug. Einmal mehr überflüssig geworden erfolgte die Übernahme durch den deutschen Verein «Bahnfreunde Rhein-Nackar-Pfalz», wo die Restaurierung begonnen wurde. Da dem Verein der Verlust des Abstellplatzes drohte, konnte die «Aktion Pro Sächsitram» den Motorwagen zusammen mit dem Anhängewagen B 629 käuflich erwerben und nach Zürich zurückbringen. Gemeinsam mit der VBZ erfolgte die Fertigstellung der Restaurierung, und so hat das Sächsitram in seiner Heimat eine definitive Bleibe als typischer Vertreter der Sechziger Jahre gefunden.
Der Anhängewagen 629 wurde ursprünglich als für die private Strassenbahngesellschaft Zürich – Oerlikon – Seebach (ZOS) gebaut und gelangte kurze Zeit später zusammen mit der ganzen Gesellschaft zur Städtischen Strassenbahn Zürich. Mit der Betriebsnummer 629 bezeichnet leistete das Fahrzeug Jahrzehnte lang wertvolle Dienste, bis es 1974 an die Museumsbahn Blonay-Chamby verkauft wurde. Dort erlebte es ein ähnliches Schicksal wie der Motorwagen 1019 und gelangte ebenfalls in die Region Mannheim. Bei der Übernahme durch die «Aktion Pro Sächsitram» war die Restaurierung nahezu abgeschlossen, so dass mehr oder weniger nur noch der Anstrich den Vorstellungen unseres Vereins angepasst werden musste.
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